Moin,

Mein JGAURORA A5 3D-Drucker ist angekommen und nun kann ich Objekte mit einer Maximalgröße von 305x305x320mm drucken.

Aber erstmal zu meiner 3D Druck Vergangenheit, bevor ich genauer auf den A5 zu sprechen komme, welcher noch recht neu aufm Markt ist.

Mein erster 3D Drucker war ein Makibox A6, aus einer Zeit in der günstige 3D Drucker noch sehr schlecht waren. Diese Erfahrung habe ich mit dem Kickstarter-Drucker auch gemacht und er lief nie gut. In meiner Abizeit, habe ich mir dann den Geeetech i3 pro B gekauft. Dies war zeitlich passend, da ich mich in meiner Schule um den 3D Drucker gekümmert habe und auch für andere Schüler Sachen gedruckt habe bzw denen den Umgang mit dem Makerbot in der Schule beigebracht habe. Mein Lehrer hat mir vorgeschlagen einen ~30 seitigen Text (mit anschließender Präsentation) über 3D Druck zu schreiben als 5. Abi-Prüfung, in dem es um hauptsächlich um folgende Themen geht: 3D Druck generell, 3D Druck Techniken, 3D Druck beim Projekt „Formel 1 in der Schule“ und meinen 3D Drucker.

Später kam der Tronxy X1 dazu, den ich aufgrund des Designs haben wollte. Die Druckergebnisse sind erstaunlich gut für den Preis und das einzige Problem, das ich mit dem Tronxy X1 hatte, war ein wackelndes Bett. Das konnte aber relativ leicht mit einem auf Thingiverse runterladbaren Teil gefixt werden, da das Problem viele haben. Auf Gearbest hat mich dann aber der JGAURORA A5 angelächelt und sein robustes, modernes, schlichtes Design hat mich sofort überzeugt. Also bestellt. (Und den JGAURORA A3S auch (ist aber noch nicht angekommen))

Ich hatte mich sehr drauf gefreut endlich mal einen Drucker zu haben, der nachm auspacken einfach funktioniert. Ich bastel gerne rum aber nach dem Stress mit den anderen 3 Druckern, hatte ich keine Lust mehr auf DIY beim Drucker. Angekommen, ausgepackt und mir kamen ein paar Plastikstücke entgegen. Sahen abgebrochen aus. Eine obere Halterung für die Z Achse ist gedruckt und beim Transport gebrochen und nun wabbelt die Z Achse rum. Also nicht n bisschen wabbeln sondern so komplett verschieben-wabbeln, weil sie komplett lose ist. Laut Facebook haben sehr viele das Problem und im neusten Batch sind diese Teile nichtmehr 3D gedruckt, sondern anständig hergestellt. Ich habe gelesen, dass man, wenn man den Support von JGAURORA anschreibt, die Druckdatei für das Teil bekommt, sodass man es selbst reparieren kann (mit anderen Drucker oder so). Ich habe trotzdem Interesse an den neuen Alternativen zu den gedruckten Teilen und werde den Support mal fragen. (Update: Support schickt mir Ersatzteile. Ob es die neuen nicht-gedruckten Teile sind, weiß ich noch nicht)

Anfangs noch viele Fäden, Retraction hat geholfen

Naja, weiter gehts: Zusammenbau ist sehr leicht, einfach das untere Teil in den Rahmen schieben, 4 Schrauben von unten reindrehen, den Filament-Halter mit 3 Schrauben befestigen und fertig. Werkzeug ist dabei und der USB-Stick, auf dem die verbesserungswürdige Anleitung ist, hat 16GB und ist von einem Markenhersteller, was mich sehr erstaunt hat. Nun musste man nurnoch 3 Kabel reinstecken und das Stromkabel anschließen.

Angeschaltet und aufm Farb-Touchscreen erstmal die Achsen gehomet. Nun noch Druckbett kalibrieren und… Druckbett lässt sich merklich auf und ab wackeln und scheint an einer Seite nicht wirklich fest zu sein… Also den kompletten Drucker auseinander genommen um an die Stange zu kommen, an der das Druckbett entlanggleitet. Diese ist zwar hinten und vorne in Halterungen, aber nicht festgemacht… Wat… Also ist sie auf einer Seite aus einer Halterung rausgeglitten und hing nurnoch hinten in der Halterung… Habe es dann vorne wieder rein geschoben und mit nem Tropfen Superkleber befestigt. Dann wieder zusammengebaut und mein Eindruck war nichtmehr so „out of the box drucken“.

Neuer Versuch das Teil zu kalibrieren und das funktioniert wunderbar. Man hat 5 Buttons. Die 4 Ecken und in der Mitte. Also fährt man alle Ecken (am besten 2 mal) ab, schraubt jeweilt die Mutter so weit an, bis n Stück Papier noch solide unter die Düse gleiten kann und dann testet man am Ende ob es in der Mitte auch gleich weit entfernt ist. Ich habe dann mal die Katze von dem USB-Stick angefangen zu drucken und musste ihn bei der Häfte abbrechen, weil ich eine Verabredung hatte. Bis dahin sah der Druck aber astrein aus.

Insgesamt macht der Drucker bis jetzt einen sehr stabilen und soliden Eindruck, trotz anfänglicher Probleme. Vom Design her kann ihm kein anderer Drucker in der Preisklasse annährend das Wasser reichen und allein das Druckbett macht mit seiner Carbon-ähnlichen Textur/Struktur sehr was her.

Anfangs hatte ich Probleme mit Fäden, diese konnte ich aber durch viel Retraction und Retraction vertical lift beheben. Mein größter Druck bis jetzt war das ca. 27cm lange Gehäuse für meinen Tronxy X1 und nach 13 Stunden hatte ich ein sehr gut gedrucktes Gehäuse. Yay ^-^

[Update 30.12.17] Nun habe ich schon ein paar mehr Sachen gedruckt mit dem A5 und vorgestern ging mit das Push-In Teil von dem Bowden auf der Extruderseite kaputt. (Das Teil, das auf einer Seite ein Gewinde hat und auf der anderen Seite den Bowdenschlauch). Ersatz? Nicht so leicht. Ich habe stundenlang gesucht und Standardteile wie der PC4-01 passen nicht, denn das Gewinde hat 0.3″ Außendurchmesser. Kein normaler Mensch benutzt das. Wieso benutzt JGaurora nicht einfach Normteile? Nun musste ich den Support nochmal anschreiben und die schicken mir Ersatz.

Inzwischen bin ich auf PETG umgestiegen, welches sich astrein drucken lässt, solange man sich Mühe beim Bett-Leveln gibt. PETG kann ich bis jetzt sogar ohne Hilfsmittel aufm Bett (Krepband/Klebstift etc.) drucken. Fadenprobleme habe ich immernoch, wurden aber weniger. Da muss ich noch etwas rumtesten in den Slicer Einstellungen.

Ich benutze übrigens eine Orange Pi Zero (~10€) mit OctoPrint als Druckserver.

Mein nächster Schritt wird sein Marlin 1.1.8 zu flashen und vielleicht einen BL-Touch einzubauen.

Die Software, die auf dem USB-Stick ist, ist wie fast immer eine alte, angepasste Cura Version, also am besten das normale Cura verwenden oder Simplidy3D. Wenn ich meine Druckparameter als gut empfinde, werde ich sie hier auch hochladen.


4 Kommentare

Chris · Januar 3, 2018 um 5:54 am

Hallo,
spiele auch mit dem Gedanken mir den A5 zu kaufen. Ich bin noch über dieses Testbericht gestolpert bei der Recherche https://chinadrucker.de/jgaurora-a5/ Kannst Du das mit dem einfachen Filament-Wechsel bestätigen???

Grüße Chris

    Philip Mohr · Januar 15, 2018 um 8:32 pm

    Dein Kommentar ist im Spam Filter gelandet, sorry. Wahrscheinlich wegen dem Link.

    Kann ich denk ich mal bestätigen ja, aber das ist doch generell nicht so schwer bei 3D Druckern.

Christian Günzl · Februar 4, 2018 um 4:54 pm

Hallo Philip,
Ich habe das Schmuckstück gestern bekommen. Da ich noch recht neu in der Materie bin wollte ich fragen welche Einstellungen du zum Drucken verwendest.
Speziell interessieren mich die Einstellung zur Retraction. Ich verwende derzeit Cura.
Danke für deine Hilfe.

    Philip Mohr · Februar 12, 2018 um 5:59 pm

    Ich benutze Simplify3D und dort habe ich 6.5mm Retraction, 0.5mm vertical lift, 4500mm/min Retraction Speed, 0.2mm Coasting Distance und 4mm Wipe Distance

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